Fragen zum Coaching bei Martin Brasser

Wie sind Sie auf diese Begleitung gekommen?
Ich kenne Martin Brasser als Mitinitiator und Dozent des Nachdiplomstudiengangs „Philosophie + Management", den ich 2009 beendet habe. Das Coaching mit ihm war eine Art Auffrischung und Vertiefung von Themen, denen ich schon früher begegnet bin.

Wieso haben Sie nicht einfach ein klassisches Coaching gewählt?
Weil die von Martin Brasser angebotene Verbindung von Philosophie, Psychologie und Managementwissen einzigartig ist – wobei der Schwerpunkt auf philosophischen Themen liegt. Dieser Zugang interessiert mich sehr. Ein klassischen 08/15-Coaching wäre mir zu platt.

Was haben Sie während der Sitzungen genau gemacht?
Wir haben zunächst einen Zugang aus der angewandten Psychologie gewählt und anhand eines standardisierten Fragebogens getestet, wie gelassen und resilient ich bin. Dann haben wir philosophische Texte gelesen und mit den Fragestellungen, die sich aus dem Test heraus nahe legen, analysiert: Heidegger, Seneca, Meister Eckhart. Dabei haben wir uns sehr gründlich mit dem Nachdenken über Gelassenheit und dem Gelassenwerden auseinandergesetzt – und haben beides konkret in meinen beruflichen Alltag zurückübersetzt.

Welchen Aufwand haben Sie betrieben?
Die insgesamt sieben Sitzungen dauerten jeweils zwei Stunden, ich habe mich jeweils etwa zwei Stunden darauf vorbereitet.

Was muss man aus Ihrer Sicht als Coachee mitbringen, damit man von einer solchen Begleitung profitieren kann?
Interesse an philosophischen Themen und Texten. Und die Bereitschaft, sich mit seiner Persönlichkeit und seiner Biografie auseinanderzusetzen.

Welche Themen denken Sie, eigenen sich besonders für diese Art von Coaching?
Alle, in denen unsere Persönlichkeit und unsere Haltung, wie wir den Menschen und den Herausforderungen des Lebens begegnen, im Mittelpunkt stehen.

Wem würden Sie ein solches Coaching empfehlen?
Allen, die bereit sind, über sich selbst nachzudenken und es nicht dabei belassen wollen. Oder wie Foucault sinngemäss sagte: Das Denken ist dazu da, sich von sich selbst loszureissen.

Was machen Sie heute anders?
Ich habe diverse Gelassenheitsrituale eingebaut, die ich pflege.

Was war für Sie der besondere Reiz?
Die Tatsache, dass das Coaching vollkommen auf mich zugeschnitten war. Ich konnte den Inhalt, die Intensität und den Rhythmus stark mitsteuern.

 

Zürich, 23. März 2015

Philippe Pfister, stv. Chefredaktor SonntagsBlick
Die Fragen stellte Brigit Baumann, Carreer Consulting, www.brigitbaumann.ch

 

   

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